DoorDash bezahlt Kuriere dafür, KI mit Alltagsaufzeichnungen zu trainieren

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DoorDash bietet nun seinen Zustellfahrern – sogenannten „Dashers“ – Anreize, reale Daten für die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) beizusteuern. Mit der neuen „Tasks“-App des Unternehmens und einem separaten Pilotprogramm können Nutzer sich selbst bei alltäglichen Tätigkeiten wie dem Geschirrspülen oder dem Wäschefalten filmen. Diese Daten werden dann verwendet, um KI- und Robotiksysteme zu trainieren, um die physische Welt besser zu verstehen.

So funktioniert es: Reale Daten für das KI-Training

Der Schritt spiegelt den wachsenden Trend wider, dass Unternehmen ihre Arbeitskräfte einsetzen, um die großen Datensätze bereitzustellen, die für die Weiterentwicklung der KI erforderlich sind. Die Aufgaben-App von DoorDash bietet bereits kostenpflichtige Möglichkeiten, Unternehmen dabei zu helfen, „Einblicke vor Ort“ zu sammeln, einschließlich Aufgaben wie dem Fotografieren von Restaurantmenüs. Die neue eigenständige App geht jedoch noch einen Schritt weiter und bittet die Benutzer direkt um Aufzeichnungen alltäglicher Aktionen.

„Das Ziel von Tasks besteht darin, mehr Unternehmen dabei zu helfen, zu verstehen, was vor Ort passiert, und neue Erkenntnisse zu gewinnen, und gleichzeitig Dashers eine neue Möglichkeit zu bieten, zu ihren eigenen Bedingungen Geld zu verdienen“, erklärte Ethan Beatty, General Manager von DoorDash Tasks.

Dies gilt nicht nur für DoorDash; Uber kündigte Anfang des Jahres ein ähnliches Programm an, bei dem Fahrer für die Erledigung „schneller digitaler Aufgaben“ während Ausfallzeiten bezahlt werden. Die Nachfrage nach dieser Art von Daten ist hoch, da KI-Systeme kontinuierliches Training an realen Szenarien benötigen, um Genauigkeit und Effizienz zu verbessern.

Die weiteren Implikationen

Die Praxis wirft Fragen zum Datenschutz, zur Arbeitnehmerentschädigung und zu den ethischen Auswirkungen des Einsatzes von Gig-Arbeitern zur Förderung der KI-Entwicklung auf. Während DoorDash dies als eine Win-Win-Situation darstellt – zusätzliche Einnahmen für Dashers und bessere KI für Unternehmen – bleiben die langfristigen Konsequenzen unklar. Das Unternehmen arbeitet mit Branchen wie Einzelhandel, Versicherungen, Gastgewerbe und Technologie zusammen und signalisiert damit eine große Nachfrage nach diesen Daten.

Derzeit sind die Programme auf ausgewählte Standorte in den USA beschränkt (ausgenommen Kalifornien, Colorado, New York City und Seattle), aber DoorDash plant, sowohl die Aufgaben als auch die Reichweite des Programms im Laufe der Zeit zu erweitern.

Dieser Trend unterstreicht, wie tief KI in das tägliche Leben integriert wird und wie Unternehmen sich nun an alltägliche Menschen wenden, um die für die Weiterentwicklung erforderlichen Daten bereitzustellen.

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