Google bringt Lyria 3 auf den Markt: einen kostenlosen KI-Musikgenerator

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Google hat Lyria 3 veröffentlicht, sein neuestes Modell für künstliche Intelligenz, das in der Lage ist, Originalmusiktitel zu generieren. Lyria 3 ist ab sofort in der Gemini-Desktop-App verfügbar (mobiler Zugriff folgt in Kürze) und ermöglicht Benutzern die Erstellung hochwertiger 30-Sekunden-Audioclips in verschiedenen Genres – von einfachen Jingles bis hin zu komplexeren Kompositionen – und das alles kostenlos.

So funktioniert Lyria 3

Das Tool arbeitet mit Text-, Bild-, Audio- oder Videoaufforderungen und ermöglicht es Benutzern, den gewünschten Stil, Gesang und Tempo zu diktieren. Bemerkenswert ist, dass Lyria 3 jetzt Liedtexte unabhängig generieren kann, sodass kein vom Benutzer bereitgestellter Text erforderlich ist. Das Modell bietet außerdem eine Vorlagenoption mit dynamischen Vorschlägen für Benutzer, die kreative Inspiration suchen. Google hat in alle generierten Titel ein SynthID-Wasserzeichen eingebettet, um sie eindeutig als von KI erstellte Inhalte zu identifizieren.

Zugänglichkeit und Nutzungsbeschränkungen

Lyria 3 ist für alle Benutzer ab 18 Jahren kostenlos und unterstützt Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch und Portugiesisch. Google plant, die Sprachunterstützung in Zukunft zu erweitern. Während der kostenlose Zugang verfügbar ist, erhalten Abonnenten von Google AI Plus und AI Ultra höhere Nutzungsbeschränkungen.

Die Urheberrechtsdebatte

Der Start von Lyria 3 erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden Prüfung von KI-generierten Inhalten und Urheberrechten. Die KI-Branche wurde kritisiert, weil sie ohne Erlaubnis oder Entschädigung Modelle für urheberrechtlich geschützte Musik trainierte, was zu rechtlichen Herausforderungen führte. Google behauptet, Lyria 3 „achtsam“ unter Berücksichtigung von Urheberrechts- und Partnervereinbarungen trainiert zu haben, die breitere Debatte bleibt jedoch ungelöst. Das Unternehmen gibt an, dass das Modell auf originellen Ausdruck und nicht auf künstlerische Nachahmung ausgelegt ist und einen Meldemechanismus für potenzielle Urheberrechtsverletzungen bietet.

Rechtlicher Kontext

Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der große Technologieunternehmen mit Klagen wegen der Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material in der KI-Schulung konfrontiert sind. Insbesondere Ziff Davis, die Muttergesellschaft von Mashable, reichte im April 2025 eine Klage gegen OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung ein. Die Rechtslage rund um die KI-Musikgenerierung bleibt ungewiss, aber Google positioniert Lyria 3 als Werkzeug für die Originalschöpfung innerhalb dieser Grenzen.

Im Wesentlichen stellt Lyria 3 einen bedeutenden Schritt zur Demokratisierung des Musikschaffens durch KI dar, seine Auswirkungen werden jedoch von den laufenden rechtlichen und ethischen Überlegungen zum Urheberrecht und zum geistigen Eigentum abhängen.

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