SEC lässt Klage gegen Gemini Crypto Exchange fallen

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Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat ihre Klage gegen Gemini, die von Cameron und Tyler Winklevoss gegründete Kryptowährungsbörse, abgewiesen. Dieser Entscheidung liegt eine gemeinsame Klage beim Gericht mit der Bitte um Abweisung zugrunde, mit der ein Fall geklärt wurde, bei dem es um den Zusammenbruch von Gemini Earn ging, einem Anlageprodukt, das dazu führte, dass einige Anleger über eineinhalb Jahre lang von ihren Geldern ausgeschlossen waren.

Hintergrund des Falles

Die Klage konzentrierte sich ursprünglich auf den Vorwurf, Gemini habe Investoren durch sein Earn-Programm in die Irre geführt. Anleger hatten Krypto-Assets in der Erwartung einer Rendite geliehen, mussten jedoch feststellen, dass ihre Gelder nicht mehr zugänglich waren, als das Programm die Abhebungen einfror. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James reichte 2023 eine separate Betrugsklage gegen Gemini ein.

Vergleich und Entlassung

Die Entscheidung der SEC, den Fall einzustellen, scheint nun mit einer Einigung zwischen Gemini und dem Bundesstaat New York im Jahr 2024 verbunden zu sein. Gemäß den Bedingungen dieser Einigung haben Anleger Berichten zufolge 100 % der Krypto-Assets erhalten, die sie über das Earn-Programm geliehen hatten. Dieses Ergebnis wird in der gemeinsamen Einreichung als Rechtfertigung für die Abweisung der Bundesklage angeführt.

Politischer Kontext und umfassendere Trends

Dieser Fall geschieht parallel zu einem breiteren Trend zu einer geringeren Durchsetzung der SEC gegen Kryptofirmen seit Donald Trumps Amtsantritt im Jahr 2024. Die New York Times berichtete, dass die SEC in über 60 % der anhängigen Kryptoklagen die Strafen entweder fallen gelassen, ausgesetzt oder gesenkt hat. Die Winklevoss-Zwillinge selbst haben Verbindungen zu Trump, da sie für seinen Wiederwahlkampf gespendet und die Geschäftsvorhaben seiner Familie unterstützt haben.

Dies wirft die Frage auf, ob hinter der Entscheidung der SEC, den Fall einzustellen, politischer Einfluss oder eine Verschiebung der Durchsetzungsprioritäten steckt. Der Zeitpunkt fällt mit der zunehmenden Lobbyarbeit der Kryptoindustrie und einer Abschwächung der behördlichen Kontrolle unter der aktuellen Regierung zusammen.

Die Abweisung der Klage gegen Gemini ist Teil eines größeren Trends, der auf einen nachsichtigeren Ansatz gegenüber Kryptofirmen unter der Trump-Regierung hindeutet. Diese Verschiebung der Durchsetzung könnte die Regulierungslandschaft für die Branche umgestalten, möglicherweise riskanteres Verhalten fördern und den Anlegerschutz verringern.

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