Vielleicht lesen Sie dies und denken, dass die Aufregung um Web-Cookies übertrieben ist. Schließlich handelt es sich lediglich um kleine Textdateien. Sie halten Ihre Anmeldesitzung am Leben und merken sich Ihren Warenkorb. Sie sind hilfreich. Warum haben die Medien den Verstand verloren?
Die Wut kommt aus zwei unterschiedlichen Quellen. Einer ist alt. Der andere ist neu.
Das alte Problem: Datenverkauf
Verbraucher hassen dies seit Jahrzehnten. Denken Sie an Versandkataloge. Sie kaufen eine Bohrmaschine. Das Unternehmen verfügt nun über Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer. Sie wissen auch, dass Sie eine Bohrmaschine gekauft haben.
Sie können diese Liste verkaufen. Telemarketer nutzen es. Junk-Mail verwendet es. Es ist der Treibstoff für invasives Marketing.
Das Internet hat das noch schlimmer gemacht. Eine Website verfolgt mehr als nur Einkäufe. Es sieht jede Seite, die Sie lesen. Jede Anzeige, auf die Sie klicken. Wenn Sie dann etwas kaufen und Ihre Kreditkarteninformationen eingeben, weiß diese Website weit mehr, als ein Katalog jemals könnte. Das Targeting wird präziser. Diese Präzision fühlt sich an wie Überwachung.
Die meisten Websites verfügen über Datenschutzrichtlinien. HowStuffWorks verkauft Ihre Daten beispielsweise nicht. Wir geben personenbezogene Daten nicht an Dritte weiter, es sei denn, Sie geben Ihre Einwilligung dazu. Wir aggregieren Daten. Wenn ein Reporter nach Besucherzahlen oder beliebten Seiten fragt, erstellen wir Statistiken aus der Datenbank. Aber die Gefahr eines Verkaufs lauert immer im Hintergrund.
Das neue Problem: Cross-Site-Profiling
Hier wird das Internet einzigartig. Einige Infrastrukturanbieter können Cookies erstellen, die Sie über mehrere Websites hinweg begleiten.
DoubleClick ist hierfür das Aushängeschild. Viele Websites verwenden DoubleClick, um Bannerwerbung zu schalten. DoubleClick platziert winzige 1×1 Pixel große GIF-Dateien auf diesen Websites. Diese Dateien ermöglichen es DoubleClick, Cookies auf Ihren Computer zu laden.
Jetzt sieht DoubleClick, wohin Sie gehen. Es sieht die Suchbegriffe, die Sie in Suchmaschinen eingeben. Das liegt nicht an einem bösen Code. Es liegt an der Art und Weise, wie Suchmaschinen ihre Systeme implementieren. Aber das Ergebnis ist das gleiche.
DoubleClick erstellt siteübergreifendes Profiling. Es erstellt ein umfassendes Profil Ihres Verhaltens. Das Profil ist anonym. Es ist zunächst kein Name angegeben. Aber es ist detailliert.
Dann kaufte DoubleClick ein anderes Unternehmen. Die Bedrohung entstand. Sie könnten diese anonymen Profile mit echten Namen und Adressen verknüpfen. Sie drohten mit der Personalisierung der Daten. Dann verkaufe es.
Das sah nach Spionage aus. Die Leute gerieten in Panik.
Einzelne Standorte können dies nicht leisten. Cookies sind standortspezifisch. Eine Coffeeshop-Website weiß nur, wie viel Zeit Sie auf ihrer Website verbracht haben. Aber DoubleClick schaltet überall Anzeigen. Es sieht das ganze Bild. Diese einzigartige Position hat den Aufruhr verursacht.
Warum es jetzt wichtig ist
Die Internet-Infrastruktur ermöglicht eine Datenerfassung, die im herkömmlichen Versandhandel nie möglich wäre. Sie können den Weg eines Kunden vom Baumarkt zum Buchladen nicht mithilfe einer Katalog-Mailingliste verfolgen. Das Web kann.
Beim Datenschutz geht es nicht nur darum, Ihren Namen zu verbergen. Es geht darum, Ihren digitalen Fußabdruck zu kontrollieren. Wenn ein Dritter Ihre Bewegungen im Internet verfolgt, verlieren Sie die Kontrolle.
Es stehen Ressourcen zur Verfügung, wenn Sie tiefer graben möchten.
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